U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-12, Trial Transkript, S. 23383-23411
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-12, Trial Transkript, S. 23383-23411
SignaturDMP.000-50-5-12.23383
InhaltsbeschreibungSeite: 23383-23411, Captain Louis Henri Boussel, Zeuge der Anklage, gibt u.a. an: Er sei zwischen April 1943 und April 1945 in Gusen inhaftiert gewesen; untergebracht sei er zunächst in Block 12, dann Block 11 und schließlich in Block 7 gewesen. Er berichtet davon, Giovanazzi oft gesehen zu haben, wenn dieser aus dem Revier (Block 31) gekommen sei. Weiters berichtet er, drei mal bei Selektionen von kranken Häftlingen dabei gewesen zu sein, schildert kurz den Ablauf dieser Selektionen und erwähnt, dass bei einer Giovanazzi, bei einer Schmitz und bei einer Doktor Vetter anwesend gewesen seien. Boussel wird weiter zu Behandlungen im Revier befragt und erwähnt in diesem Zusammenhang einen polnischen Arzt namens Marian. Seine Vermutungen betreffend die Verabreichung v. Injektionen werden von der Verteidigung abgewiesen. Boussel gibt weiter an: Schmitz und Giovanazzi seien beide Unterscharführer und Dr. Vetter unterstellt gewesen. Boussel wird zu Transporten aus und Vergasungen von Block 31 befragt und zu "inspections" durch Schmitz, Giovanazzi und Vetter (kurz). Es folgt die Befragung betreffend Nuszkowski; Boussel berichtet in diesem Zusammenhang von einem Luftangriff, bei dem die Häftlinge in die Tunnel gehen mussten und im Rahmen dessen Nuszkowski auch Häftlinge geschlagen habe. Insgesamt, so Boussel, habe er 5 mal gesehen, dass Nuszkowski Häftlinge geschlagen habe, sodass das Ergebnis deren Tod gewesen sei. Boussel wird nun zu seiner Zeit in Gusen ins Kreuzverhör genommen - in welchen Blocks er wie lange untergebracht war; weiter wird er zum Revier in Gusen befragt, er erwähnt die Namen von Häftlingsärzten (Dr. Marion, Dr. Tony und Dr. Bernard) und gibt kurze Auskünfte zum Häftlingsrevier (Block 27, 29 und 31) sowie zu Giovanazzi und Schmitz. Boussel gibt weiters Auskunft über die Rolle und Aufgaben von Dr. Vetter; schließlich bestätigt er die Nachfrage, wonach ein Teil von Block 31 ein oder zwei Monate vor Kriegsende als Gaskammer genutzt worden sei, um die kranken Häftlinge dort zu töten. Es folgen Befragungen zu den Stollenanlagen, zu der Baracke, die als Gaskammer genutzt worden sein soll,
PersonenschlagwortHans Giovanazzi, Richard Nuszkowski, Helmuth Vetter, Theo Schmitz, Louis Henri Boussel, Marian/Marion?, Tony, Bernard
SchlagwortHäftlingsrevier, Selektionen, Vergasung, Luftangriff
LevelEinzelstück