U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-13, Leerblätter, S. 53410-53417
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-13, Leerblätter, S. 53410-53417
SignaturDMP.000-50-5-13.53410
InhaltsbeschreibungSeite: 53410-53417, Johann Kanduth ist Zeuge der Anklage, er ist 39 Jahre alt, Österreicher und war von 21.3.1939 bis 5.5.1945 in Mauthausen. Kanduth sagt gegen Haider, Kisch und Hirsch aus. Alle drei waren an Exekutionen beteiligt, Hirsch nur bei Vergasungen. Vor Exekutionen wurde nicht immer ein Urteil verlesen. Kisch schlug Häftlinge, die aus Sachsenhausen gekommen waren mit einer Eisenstange, die er sich im Krematorium besorgt hatte. Die Leichen sah Kanduth später im Krematorium wieder. Hirsch traf er in Mauthausen erstmals im Februar 1945. Im März 1945 wurden 400 Häftlinge vergast, Hirsch trug ihre Papiere und ihre "Uniformen" weg. Hirsch selbst war in Zivil. Kanduth erklärt, dass er zuerst Helfer beim Kremieren der Leichen war, später ab August 1944 musste er nur noch sauber machen. Als er noch Helfer war musste auch er den Häftlingen die Goldzähne ziehen. [mit dieser Aussage sind alle Zeugen der Anklage durch]
PersonenschlagwortHaider, Kisch, Hirsch, Johann Kanduth
SchlagwortKrematorium, Vergasung, Gaskammer, Goldzähne
LevelEinzelstück