U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-15, Trial Transkript, S. 7502-7515
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-15, Trial Transkript, S. 7502-7515
SignaturDMP.000-50-5-15.7502
InhaltsbeschreibungSeite: 7502-7515, Steinbeck war in Mauthausen, danach in Wien und in den AFA-Werken woher er Fenner kennt. Fenner war Lagerkommandant, Steinbeck selbst war Funktionshäftling. Rapportführer Raahe war Fenner unterstellt. Fenner gab einmal den Befehl, drei Russen zu hängen, das war 1945. Fenner und Raahe schlugen die Russen, gehängt wurden sie von den Kapos. Er berichtet von einem Luftangriff, währenddessen einige Häftlingen Brot stahlen und dafür an den Händen hinter dem Rücken aufgehängt wurden. Steinbeck war unter den rund 400 Häftlingen, die von den AFA-Werken nach Steyr evakuiert wurden. Fenner hatte die Aufsicht über den Evakuierungsmarsch und hatte auch die Vorbereitungen dazu getroffen. Am zweiten Tag sagte Fenner, dass Häftlinge, die nicht mehr gehen können, erschossen werden. Er hörte später oft, wie einige hundert Meter hinter ihnen Schüsse fielen, da war das Exekutionskommando am Werk, dem gehörte ein Unterscharführer Bucher an. In Steyr fehlten dann rund 120 Häftlinge. Steinbeck ist sich sicher, dass Fenner Lagerkommandant war. Er kennt aber auch den Untersturmführer Streitwieser, der für fünf oder sechs Lager zuständig war, darunter das AFA-Werk, doch die Lager hatten auch einen Lagerführer. Die Häftlinge, die während des Marsches erschossen wurden, wurden sofort verscharrt. Bucher sagte Steinbeck persönlich, dass er Mitglied des Erschießungskommandos sei.
PersonenschlagwortPaul Fenner, Anton (Toni) Streitwieser, Raahe, Bucher, Heinrich Steinbeck
LevelEinzelstück