U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Bericht der Review-Behörde Nr. 3 zum Fall Barner et al., S. 7805-7811
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Bericht der Review-Behörde Nr. 3 zum Fall Barner et al., S. 7805-7811
SignaturDMP.000-50-5-17.7805
InhaltsbeschreibungSeite: 7805-7811, Zusammenfassung des Falles. Barner war Kapo und war Wache beim Evakuierungsmarsch von Mödling nach Mauthausen, das hat er zugegeben, außerdem, dass er Häftlinge mißhandelt hat weil sie gestohlen hatten. Mehrfach wurde er beschuldigt, am Tod einiger Häftlinge beteiligt gewesen zu sein. Firsching war SS-Rottenführer in Floridsdorf. Er gibt Ohrfeigen zu, jedoch habe er sie nur gegeben, wenn Häftlinge etwas gestohlen hatten und er keinen Bericht über sie geben wollte. Mehrere Zeugen sagten, aus, dass sie Firsching beim Schlagen von Häftlingen beobachtet haben. Geisler wurde wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen. Ginters war offenbar gar nicht angeklagt, hat aber vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Die Verteidigung hat nicht dagegen Einspruch erhoben. Ginters tat Dienst in mehreren Außenlagern von Mauthausen und hat auf einem Evakuierungsmarsch einen Häftling erschossen, sagt aber, dass er es auf Befehl eines Vorgesetzten getan habe. Hochwitz war Wachposten, Blockführer und beim Evakuierungsmarsch als Rottenführer. Es hat zwar kein Zeuge gegen ihn ausgesagt vor Gericht, doch der Anklagevertreter hat zwei Statements eingebracht, die besagen, dass Hochwitz mehrere Häftlinge mißhandelt hat mit Gummi, etc. Das Gericht bezieht sich auf den Fall US vs. Stevans und lässt die schriftlichen Beweise gelten, doch das Urteil soll von fünf auf drei Jahre reduziert werden. Ruber war Rottenführer und Blockführer im Mauthausen-System. Er schoss auf dem Evakuierungsmarsch einen Franzosen tot, sagt aber, um ihn an der Flucht zu hindern. Söns war Rapportführer und Blockführer und beim Evakuierungsmarsch dabei. Er gibt zu, einen Häftling geschlagen zu haben mit der Pistole, sagt aber es war Selbstverteidigung, weil der ihn mit einem Meser bedrohte. Übener war Unteroffizier und Wachposten in Schwechat und nahm am Evakuierungsmarsch teil. Dabei ohrfeigte er einen Häftling, was er zugibt, außerdem hat er mehrere Häftlinge mißhandelt. Hub wurde freigesprochen. Alle Urteile werden bestätigt, bei Hochwitz soll auf drei Jahre reduziert werden.
PersonenschlagwortFranz Firsching, Ferdinand Geisler, Ludwig Ginters, Wilhelm Hochwitz, Viktor Ruber, Jakob Söns, Willi Übener, Emil Hub, Waldemar Barner
SchlagwortEvakuierungsmärsche, Misshandlung, Geisteszustand, Freispruch, Dienstbefehl
LevelEinzelstück