U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 8039-8051
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 8039-8051
SignaturDMP.000-50-5-17.8039
InhaltsbeschreibungSeite: 8039-8051, Wilhelm Hilgers wurde am 30. Juni 1940 zur Wehrmacht einberufen und kam zur Luftwaffe, zur SS kam er gegen seinen Willen am 1. September 1944. Er kam nach Floridsdorf und dann nach Mödling, von wo aus er auch beim Evakuierungsmarsch mit dabei war. Er bestätigt, dass Barner Kapo bei den Heinkel-Werken in Hinterbrühl war. Beim Marsch trug Barner Uniform aber keine Waffen. Dass Barner einen Häftling getötet haben soll, davon weiß Hilgers nichts. Geisler kennt er aus Floridsdorf als Wachposten. Er galt als nicht normal im Lager weil er wie ein Kind sprach. Hochwitz kennt er ebenfalls aus Floridsdorf, er war auch am Marsch dabei. Mit ihm war er viel beisammen und wüsste nicht, dass er einen Häftling erschossen hat. Hilgers ist wie Helfmeier in einem deutschen Internierungslager. Hilgers Aufgabe als Wachmann und Blockführer in der Fabrik war es, die Häftling hinzubringen und ganzen Tag durch die Fabrik zu gehen und zu überwachen. Die Fabrik hatte zwei Stöcke, deshalb hatte Hilgers Barner nur teilweise im Blick. Geisler arbeitete zunächst als Wachposten in Floridsdorf und war dann mit dem Verbindungsoffizier beisammen. Dabei brachte er die Post zum Postamt, erledigte Zahlungen und wenn es Luftangriffe gab, brachte er das Kind des Verbindungsoffiziers in den Bunker. Da es auf dem Marsch nicht genug Waffen gab erhielten einige Wachen nur Handgranaten. Hilgers wird gefragt, ob er mit irgendeinem der Angeklagten über das Verfahren geredet hat, was er verneint. Hilgers wurde in Gusen festgenommen, gemeinsam mit Geisler.
PersonenschlagwortWilhelm Hilgers, Geisler, Hochwitz, Waldemar Barner
SchlagwortLuftwaffe, Heinkel-Werke, Evakuierungsmärsche, Geisteszustand
LevelEinzelstück