U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-18, Trial Transkript, S. 26139-26158
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-18, Trial Transkript, S. 26139-26158
SignaturDMP.000-50-5-18.26139
InhaltsbeschreibungSeite: 26139-26158, Johann Kopinitz, Zeuge der Anklage, gibt u.a. an: Er sei zunächst in Dachau und ab August 1938 bis zur Befreiung im KLM inhaftiert gewesen. Er habe oft gesehen, so Kopinitz, dass Purucker als Leiter der SS-Küche Häftlinge geschlagen habe. Er berichtet weiters von einem Vorfall im Jahre 1942, wo Purucker einen Häftling offenbar von hinten erschossen habe. Zu Straus befragt schildert Kopinitz: Im Jahre 1942 oder 1943 seien vier Häftlinge durch ein Heizungsrohr geflüchtet. Offenbar seien in dem Rohr auch Essenvorräte gefunden worden und sofort ein Häftling aus dem Lebensmittellager verdächtigt worden, dieses Essen für die Geflohenen organisiert zu haben. Er habe, so Kopinitz, in der Folge beobachten können, wie der Häftling aus dem Warenlager verhört und schwer misshandelt wurde - in Anwesenheit und unter Beteiligung des Angeklagten Strauss. Strauss habe den Häftling danach auch nochmals getreten und angekündigt, dass er fertig gemacht werde - am nächsten Morgen sei dieser Häftling tot gewesen. Purucker kenne er, so Kopinitz, noch von der Zeit, nachdem er 1938 nach Mauthausen kam, da dieser zu diesem Zeitpunkt Leiter der Küche war und er mit anderen Häftlingen dort ausmalen musste. Im Rahmen der Befragung gibt Kopinitz an, dass er zuletzt als Schreiber in der Lagerschreibstube eingesetzt war.
Personenschlagwort Reinhard Purucker, Xaver Franz Strauß, Johann Kopinitz
SchlagwortSS-Küche, Mord, Flucht, Häftlingsküche, Misshandlung
LevelEinzelstück