U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9551-9559
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9551-9559
SignaturDMP.000-50-5-21.9551
InhaltsbeschreibungSeite: 9551-9559, Franz Wagner ist Fotograf und wurde Ende August 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er erhielt den Befehl nach Cottbus und dann nach Berlin zu gehen. Er erhielt den Befehl, einen kleinen Film über geisteskranke Menschen zu drehen und musste sich in Berlin in der Tiergartenstrasse 4 melden. Dort wurde er zur Verschwiegenheit verpflichtet und im Mai 1940 kam er nach Schloss Hartheim, schon zuvor wurde er aus der Wehrmacht entlassen. Er blieb zweieinhalb Monate in Hartheim und ging dann nach Berlin zurück. Später 1940 kam er nochmals nach Hartheim und dann wieder 1943 und er blieb bis Weihnachten 1944. Dazwischen musste er manchmal nach Görden, um Fotos zu machen. Wagner kennt Lothaller aus seiner Zeit in Hartheim und sagt für ihn aus. Lothaller fuhr mit LKW und Bus und erzählte Wagner, dass er weg wolle, weil er diese Dinge nicht mehr länger mit ansehen könne. Man hörte, so Wagner, dass in Hartheim Menschen vergast und verbrannt werden. Auch er selbst wollte zur Wehrmacht zurück, doch er durfte nicht, obwohl er Zivilist war, erhielt er Befehle. Der Ankläger konfrontiert Wagner mit einer früheren Aussage, wonach er in Hartheim mit niemandem geredet und auch nichts von den Vorgängen dort gewusst habe. Wagner war selbst zwei Jahre in Dachau in Untersuchungshaft.
PersonenschlagwortFranz Wagner, Lothaller
SchlagwortAktion T 4, Dienstbefehl, Fotograf, Häftlingstransport
LevelEinzelstück