U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10262-10278
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10262-10278
SignaturDMP.000-50-5-22.10262
InhaltsbeschreibungSeite: 10262-10278, Raymond Varge-Arnegol, Zeuge der Verteidigung, gibt u.a. an: Er sei von 9. August 1940 bis zur Befreiung im Mai 1945 im KZ Mauthausen inhaftiert gewesen; zunächst habe er bis Mitte 1942 beim Straßenbau gearbeitet und dann im Revier. Peter Bärens, so Varge-Arnegol, habe einen guten Ruf gehabt; nicht jedoch der Block 17, in welchem dieser als Blockältester eingesetzt war. Giessrigl habe eine gute und Kirchbichler keine schlechte Reputation gehabt. Im Rahmen des Kreuzverhörs gibt Varge-Arnegol u.a. an, er habe einmal sieben verwundete alliierte Flieger, die ins Lager gebracht wurden, im April oder Juni/Juli 1944 behandelt. Er gibt an, dass er etwa 120 Häftlinge pro Tag behandelte. Des weiteren erwähnt er, er habe gehört, dass Kirschbichler sich ein Privathaus gebaut und dafür Häftlinge eingesetzt habe. In Bezug auf Bärens und eine bereits getätigte Zeugenaussage, dass Bärens Medizin von der SS gestohlen habe, erklärt Varge-Arnegol: Es sei 1945 ein großer Transport angekommen, darunter hätten sich große Mengen an medizinischem Material befunden, welches in einer Lagerbaracke zwischengelagert wurde. Bärens und er, so Varge-Arnegol, hätten während der Nacht etwa 500 Kilos von diesem Vorräten für das Revier gestohlen. Zuletzt antwortet Varge-Arnegol, die weiblichen Häftlinge seien etwa in Februar 1945 in Block 17 gekommen, Bärens sei daraufhin Block 8 zugeteilt worden.
PersonenschlagwortRaymond Varge-Arnegol, Peter Bärens
SchlagwortHäftlingsrevier, Fliegerabschuss, Quarantäneblock
LevelEinzelstück