U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10306-10311
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10306-10311
SignaturDMP.000-50-5-22.10306
InhaltsbeschreibungSeite: 10306-10311, Philipp Mulle, Zeuge der Verteidigung, sagt u.a. aus: Er sei von 1938 bis 1942 im KZ Mauthausen gewesen und dort als SS-Unterscharführer für die Waffen verantwortlich gewesen; Pusitz sei ihm 1940 als Helfer zugeteilt worden. Mulle erklärt, Pusitz habe nie an Exekutionen teilgenommen und habe auch nicht Zutritt zum Lager gehabt - es habe in Mauthausen Pässe gegeben, auf denen vermerkt gewesen sei, ob jemand Zutritt zum Lager habe oder eben nicht. Nachdem er Mauthausen im März 1942 verlassen hatte, erklärt Mulle, sei er weiterhin mit Pusitz im Briefverkehr gestanden und habe ihn auch einmal während eines Urlaubes gesehen. Mulle wird u.a. befragt, in welcher Verbindung die Waffenmeisterei mit den Exekutionen stand. Darauf antwortet Mulle: Die Munition sei vom Kommandanten angefordert worden; einmal habe eine Exekution am Abend stattgefunden und die Beleuchtung dafür sollte vom Auto des Kommandanten kommen. Da dies nicht funktionierte habe er Suchscheinwerfer aus der Waffenmeisterei dorthin schicken lassen - manchmal durch Pusitz, manchmal durch Häftlinge.
PersonenschlagwortMichael Pusitz, Philipp Mulle, Franz Xaver Ziereis
SchlagwortExekution, Privatleben, Waffenmeisterei
LevelEinzelstück