U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Eidesstattliche Aussage Matthias Iskra ad Werner Reinsdorff, S. 10747-10751
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Eidesstattliche Aussage Matthias Iskra ad Werner Reinsdorff, S. 10747-10751
SignaturDMP.000-50-5-22.10747
InhaltsbeschreibungSeite: 10747-10751, Mikola Kricka, ehemaliger Häftling, gibt in seiner eidesstattlichen Erklärung im Rahmen einer Befragung betreffend Werner Reinsdorff neben persönlichen Daten u.a. an: Er kenne Reinsdorff seit Oktober 1944 und habe etwa im Jänner 1945 gesehen, dass dieser plötzlich eine SS-Uniform getragen und bei einer Ausbildung teilgenommen habe. Einen Monat vor der Befreiung, so Iskra, sei ein großes Zeltlager vor dem Lager für die aus Auschwitz kommenden Transporte aufgestellt worden. Eines Tages sollte er einen LKW reparieren, der die Häftlinge aus dem Zeltlager zu Schiffen bei der Donau bringen sollte. Dabei habe er gesehen, dass Reinsdorff in SS-Uniform bei der Verladung der Häftlinge geholfen und diese dabei misshandelt habe - dabei gewesen sei auch ein anderer SS-Mann namens Iskra. Auch habe er weiters gesehen, wie die Häftlinge etwa drei oder vier Kilometer vom lager entfernt von den LKW's auf die Frachtschiffe bei der Donau verladen wurden. Matthias Iskra, so Kricka, sei ebenfalls wie Reinsdorff zur SS überstellt worden und zuvor Kapo und Blockältester im Lager gewesen. Auch er habe sich sehr brutal gegenüber den Häftlingen verhalten.
PersonenschlagwortMatthias Iskra, Werner Reinsdorff, Mikola Kricka, Matthias Iskra
SchlagwortZeltlager, Überstellung, Ausbildung, Häftlingsaussage
LevelEinzelstück