U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Trial Transkript, S. 13242-13251
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Trial Transkript, S. 13242-13251
SignaturDMP.000-50-5-26.13242
InhaltsbeschreibungSeite: 13242-13251, Die Anklage befragt den Zeugen Mendal Rosenbaum, ehemaliger Häftling und in der Zeit zwischen September 1944 und der Evakuierung nach Ebensee im Außenlager Melk inhaftiert. Zu Max Koerner befragt gibt Rosenbaum an: Koerner sei Kommandoführer des Entladekommandos Czerneleski gewesen (bei dem ers selbst einige Woche arbeiten musste) und habe ständig Häftlinge massiv geschlagen; jeden Tag hätten zwei oder drei Häftllinge mit einer Bahre ins Lager zurück gebracht werden müssen. Dabei sei nicht klar gewesen, ob sie tot oder lebendig waren. Die Häftlinge seien in das Häftlingsrevier gebracht worden; zwei Häftlinge - Linder und Schiff - habe er selbst gekannt und später erfahren, dass diese vom Revier ins Krematorium gebracht worden seien. Im Kreuzverhör gibt Rosenbaum weiters u.a. an, er habe auch im Stollen gearbeitet und die Wachen, welche die Kommandos bewachten, wärenim Abstand von etwa 25 Metern auf einer "platform" gestanden, welche auch einen Aufstieg hatte. Rosenbaum bestätigt, dass bei seiner Ankunft im September 1944 Mitglieder der Luftwaffe im Lager anwesend waren; auch gibt er an, das Max Koerner zuerst in der Luftwaffe bzw. beim Militär war und dann in der SS; er sei außerdem der Blockführer seines Blocks gewesen. Nochmals führt Rosenbaum aus, dass Koerne Häftlinge geschlagen habe; auch habe er einen ihm helfenden Kapo namens Andreas gehabt, der Häftlinge schlug und erschlug. Zum Krematorium befragt gibt Rosenberg an, er glaube, der Bau habe schätzungsweise im Oktober 1944 begonnen, sie hätten sogar die Ziegel dafür vom Bahnhof zum Bauplatz getragen. Auch bestätigt er, dass die Leichname zunächst nach Mauthausen gebracht wurden und der Rauchfang des Krematoriums ständig in Betrieb gewesen sei. Am Ende gibt Rosenbaum an, er habe am Anfang kurze Zeit im Mayreder Kraus-Kommando gearbeitet, dann im Czerneleski-Kommando und am Ende habe er den Blockältesten namens Piernikasch gebeten, in ein anderes Kommando versetzt zu werden. Im Czerneleski-Kommando sei u.a. von Koerner geschlagen worde, weil er zu langsam arbeitete.
AnmerkungenHäftling "Andreas" offenbar Kapo!
PersonenschlagwortMax Koerner, Mendal Rosenbaum, Andreas
SchlagwortCzerneleski-Kommando, Misshandlung, Häftlingsrevier, Luftwaffe, Krematorium, Mayreder Kraus-Kommando
LevelEinzelstück