U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Trial Transkript, S. 13363-13375
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Trial Transkript, S. 13363-13375
SignaturDMP.000-50-5-26.13363
InhaltsbeschreibungSeite: 13363-13375, Die Anklage befragt den Zeugen Martin Braun, ehemaliger Häftling und in der Zeit zwischen Juli 1944 April 1945 im Außenlager Melk inhaftiert, von wo aus er mit dem Evakuierungstransport nach Ebensee gebracht wurde. Pfeiffer, so Braun, kenne er vom Evakuierungstransport nach Ebensee; am zweiten Tag habe er gesehen, dass Pfeiffer zwei erschöpfte Häftlinge - darunter einen guten Freund Brauns, entegegen der Marschrichtung nach hinten gebracht habe. Da er die Häftlinge in Ebensee nicht mehr gesehen habe, nimmt er an, dass sie erschossen wurden. Auch an Seidel könne er sich erinnnern, so Braun. Er berichtet von einem Vorfall, den er über einen der beteiligten Häftlinge erfahren hätte: In Seidels Kommando wäre ein Häftling geflohen, dessen Bruder und Vater ebenfalls in diesem Kommando gewesen seien. Auf Seidels Ankündigung hin, habe man durch den Vater versucht, den Häftling ausfindig zu machen: Vater und Sohn wären geschlagen worden und drei Tage am Stacheldraht gestanden, bis der Sohn gefunden war. Danach wären die zwei ins Lager zurückgekommen; der Geflüchtete wurde durch den Apellführer und die Lagerpolizei zu Tode geprügelt. Zu Klapper befragt gibt Braun an, er habe gesehen, dass dieser einen Häftling geschlagen und getreten habe, sodass der Häftling ins Häftlingsrevier gebracht werden musste und danach nicht mehr gesehen wurde.
PersonenschlagwortJakob Pfeiffer, Johann Klapper, Alois Seidel, Martin Braun
SchlagwortEvakuierungsmärsche, Mord, Flucht, Lagerpolizei, Misshandlung
LevelEinzelstück