U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Erklärung Alois Seidel (handschriftlich), S. 12307-12308
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-26, Erklärung Alois Seidel (handschriftlich), S. 12307-12308
SignaturDMP.000-50-5-26.12307
InhaltsbeschreibungSeite: 12307-12308, In seiner Erklärung vom 26. Mai 1947 gibt Alois Seidel u.a. folgendes an: Nach seiner Überstellung von der Luftwaffe zur SS habe er in Melk zunächst Dienst als UVD, KTD (?), als Wachhabender und als Wachposten gemacht. Auch sei er einmal als Kommandoführer in Albrechtsberg mit 40 Häftlingen eingeteilt gewesen. Da einmal ein Häftling fehlte, sei er nur mehr als Wachposten außerhalb des Lagers eingesetzt worden, so Seidel. Die Sterblichkeit sei im November und Dezember wegen des schlechten Wetters sehr hoch gewesen; er habe mehrmals einen Lastwagen von Gusen oder Mauthausen gesehen, der die leichen abgeholt habe. Auch habe er mehrfach beobachtet, dass tote Häftlinge von der Arbeit zurückgebracht wurden; auch Misshandlungen habe er beobachten können, so Seidel. Was im Inneren des Lagers passierte könne er jedoch nicht angeben, da zwischen dem Lagerpersonal und den Wachmannschaften keine Verbindung gab und es verboten war, das Lager zu betreten.
PersonenschlagwortAlois Seidel
SchlagwortAlbrechtsberg-Kommando, Sterblichkeitsrate, Leichentransport, Wachmann
LevelEinzelstück