U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-28, Trial Transkript, S. 35401-35421
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-28, Trial Transkript, S. 35401-35421
SignaturDMP.000-50-5-28.35401
InhaltsbeschreibungSeite: 35401-35421, Johann Beck ist Zeuge der Verteidigung, er ist seit 4.5.1945 interniert. Er kommt aus Stuttgart, sein Beruf ist Bildhauer. Beck sagt er sei mehrfach befragt worden, in einem Prozess sei er aber das erste Mal jetzt. Selbst sei er noch nicht angeklagt worden, er sei gerade erst aus Nürnberg gekommen, wo er zehn Monate war. Er sei in Gusen I der Stellvertreter von Seidler gewesen - ab März 1943. Vor Seidler war in Gusen I Chmielewski. Beck sagt aufgrund des Tunnelbaus sei Gusen II errichtet worden. Schulz sei in Gusen II so etwas wie ein Rapportführer gewesen, meint Beck. Schulz sei oft zum ihn seine Stallungen gekommen, wo er seine Pferde hatte, und habe sich über Seidler beschwert, dass er nichts selbst entscheiden dürfe. Seidler sei schwierig gewesen, in KZs eingesetzt seit elf Jahren, Freunde habe der keine gehabt. Beck sagt er und Seidler seien Feinde gewesen. Seidler habe in Gusen II fast mehr Zeit verbracht als in Gusen I, sei immer mit seinem Motorrad unterwegs gewesen. Schulz kenne er als sehr guten Fußballer und Schiedsrichter, der Samstag und Sonntag meist weggewesen sei, er sei sehr phlegmatisch gewesen. Die Stärkemeldungen von Gusen II wurden von Pausch per Telefon abends nach Gusen I durchgegeben. Beck schickte Pferde nach GUsen II, wenn sie von dort angefordert wurden. Beck sagt er sei Obersturmführer gewesen und 1944 wurde er zum Hauptsturmführer befördert [das ist in Karl-Schulz-BDC-Akt nachzulesen]. Höchststand an Offizieren in Gusen war fünf - Chmielewski, Seidler, Beck, Altfuldisch und Pausch. Es geht weiter um die Frage, wer für Gusen II zuständig war und ob Schulz dort ein "Lagerführer" im eigentlichen Sinn des Wortes gewesen ist. Beck sagt, er habe Himmler 1944 persönlich gebeten, ihn an die Ostfront zu versetzen und er tat es nicht. Wenn er Seidler während dessen Abwesenheit zu vertreten hatte, tat er nichts. Er saß im Büro im Jourhaus herum, sagt Beck. SEit er in Haft ist, seien ihm alle Häftlinge immer wohlgesonnen gewesen, niemand habe ihn belastet.
PersonenschlagwortJohann Beck, Seidler, Carl Walter Chmielewski, Franz Xaver Ziereis, Schulz, Altfuldisch, Pausch
SchlagwortDienstunterstellung, Lageraufbau, Konflikt, Pferdestallung, Dienstalltag, Versetzung
LevelEinzelstück