U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-28, Trial Transkript, S. 35495-35506
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-28, Trial Transkript, S. 35495-35506
SignaturDMP.000-50-5-28.35495
InhaltsbeschreibungSeite: 35495-35506, Der Ankläger holt den Widerlegungszeugen Paul Wylensic in den Zeutenstand, er war Häftling in Gusen II von September 1944 bis 5.5.1945. Er sagt aus, dass er Müller bei der Ermordung eines Häftlings beobachtet hat. Schulz sah er bei der Mißhandlung von Häftlingen in Gusen II. Schulz tat dies im Jänner 1945, als alle Häftinge sich trotz Winterwetters im Freien aufstellen mussten - Typhus war ausgebrochen. Der Verteidiger fragt im Kreuzverhör nach den zur SS eingezogenen ehemaligen Häftlingen. Wylensic gibt an, dass einige Männer zur Dirlewanger-Kompanie gekommen seien. Er war Hilfskapo bei der Entladestation in Gusen II. Er wird nach einer Familie Aschenbrenner gefragt, die halbjüdisch war und noch immer in St. Georen lebe. Der Verteidiger wirft Wylensic vor er habe einen jüdischen Häftling erhängt, das hätten Müller und auch Leo Aschenbrenner aus St. Georgen von ihm selbst erfahren. Der Verteidiger fragt Wylensic, ob er nicht ein Spitzel (stool pigeon) gewesen sei, er meint es gab solche Spitzel, doch die seien alle bei der Befreiung getötet worden. Damit endet die Beweisaufnahme.
PersonenschlagwortSchulz, Müller, Bendel, Paul Wylensic
SchlagwortSpitzelwesen, Dirlewanger-Kompanie
LevelEinzelstück