U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37608-37626
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37608-37626
SignaturDMP.000-50-5-29.37608
InhaltsbeschreibungSeite: 37608-37626, Leon Smolarz ist Zeuge der Anklage, er lebt in Linz, arbeitet als Zensor, ist 30 Jahre alt und war von August 1944 bis Ende April 1945 in Gusen II. Im Dezember 1944 lag Smolarz im Krankenblock - Block 13 in Gusen II - als er im Bett lag, sah er einen Häftling der vorbeiging. Auch Gay sah diesen Häftlinge, der voller Exkremente war. Gay schlug ihn daraufhin brutal nieder, trat ihn bis er blutete und später sah Smolarz die Leiche dieses Häftlings. Im Jänner 1945 ging ein Transport nach Linz zur Entlausung, auch Smolarz wurde dort gebadet. DAnach wartete er auf seine Kleidung. Währenddessen sah er Sielaff und ander SS-Männer, die einen Häftling schlugen. Während sie schlugen begann der Fliegeralarm und ein Fliegerangriff begann. WEnig später schlug es auch schon ein im Baderaum, die SS-Männer hatten eine Kette gebildet, sodass die Häftlinge nicht rauskonnten. Zahlreiche Häftlinge starben. Smolarz erklärt, er habe in Gusen II Gay schon länger beobachtet, weil er ihn ein wenig an Göring erinnerte. Er habe eine Wehrmachtsuniform getragen, später eine SS-Uniform. Wenn in Block 13 ein Häftling starb wurde er einfach aus dem Fenster geschmissen wie ein alter Sack, erklärt Smolarz. Wenn ein Häftling krank war ging er zum Häftlingsarzt in Gusen II, dann wurden sie komplett rasiert und nach Gusen I geschickt, wo der SS-Arzt entschied, was weiter geschah. Als sie nach Linz gebracht wurden, dachten sie zunächst, sie würden vergast werden, deshalb wollte jeder so spät wie möglich geduscht werden. Die fertig gebadeten Häftlinge kamen in vorbereitete Baracken, um dort zu warten. Auch diese Baracken wurden von Bomben getroffen. In Gusen II hieß der Ort, wo die Leichen hingebracht wurden auch Bahnhof. Denn von dort traten die Leichen eine Reise in eine andere Welt an. Im Bad wurden in Linz rund 10 Häftlinge von der Bombe getötet und rund 40 schwer verletzt, in der Baracke außerhalb des Bades gab es auch Tote, Somlarz schätzt insgesamt 100 Tote dieses Angriffs.
PersonenschlagwortGay, Sielaff, Leon Smolarz
SchlagwortEntlausung, Häftlingsrevier, Häftlingstransport, Luftangriff, Uniform
LevelEinzelstück