U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37898-37913
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37898-37913
SignaturDMP.000-50-5-29.37898
InhaltsbeschreibungSeite: 37898-37913, Henryck Glowacki ist Zeuge der Anklage, er ist Ingenieur, lebt in Linz und ist 40 Jahre alt. Er war in Gusen II als Häftling, von Mai 1944 bis zur Befreiung. Er war bei der Erbauung des Lagers mit dabei. Er bestätigt, dass es nahe von Block 5 ein Gebäude gab das als Latrine und Waschraum bezeichnet wurde. In weiterer Folge geht es um Details zur Infrastruktur in Gusen II, genaue Standorte von Gebäuden, Kanälen, Blöcken, etc. Er verfasst eine Skizze davon (Beweisstück 11 der Anklage). Glowacki erinnert sich an Mißhandlungen von Häftlingen durch Gay - zwischen Block 9 und 7. Er kennt auch Kansmeyer - seit September oder Oktober 1944. Er sah ihn bis zur Befreiung praktisch täglich, er war bei der Lagerpolizei. Sie waren auch gemeinsam auf einem Arbeitskommando das sich mit geologischen Untersuchungen beschäftigte - Kansmeyer war damals beim Siemenskommando als Kapo. Aufgabe der Lagerpolizei war es, in der Nacht für Ordnung zu sorgen, sagt Glowacki. Gay hatte zuerst eine Luftwaffenuniform an, später eine SS-Uniform. Die Blockführer blieben in Gusen II meist etwa bis Mitternacht im Lager, denn meist wurden die Häftlinge und auch die Baracken durchsucht. Glowacki erklärt er habe persönlich einige der Leiche aus dem KÜhlwaggon gehoben im Jänner 1945 in Gusen II. Im Block 16 wurden laut Glowacki invalide Häftlinge umgebracht im Jänner 1945, darunter sein Cousin Johann Kraft. Insgesamt waren es einige hundert.
PersonenschlagwortHenryck Glowacki
SchlagwortLageraufbau, Infrastruktur, Lagerpolizei, Desinfektion, Luftwaffe, geologische Untersuchung
LevelEinzelstück