U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Trial Transkript, S. 14975-14988
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Trial Transkript, S. 14975-14988
SignaturDMP.000-50-5-31.14975
InhaltsbeschreibungSeite: 14975-14988, Loureau kommt neuerlich in den Zeugenstand und sagt über Karl Glas aus. Er kennt Glas aus Gusen II, dieser sei ein politischer Häftling gewesen mit rotem Winkel und er war bei der Lagerpolizei und musste in der Nacht im Lager für Ordnung sorgen. Loureau kam einmal dazu, als vier Lagerpolizisten gerade einen Häftling im Waschraum mit dem Kopf voran in ein Fass tauchten, Loureau lief gleich davon und weiß nicht, was mit dem Mann passierte und ob Wasser im Fass war und wer der Häftling war. Glas war jedenfalls dabei. Glas sei Deutscher und habe in der französischen Fremdenlegion gekämpft, im Lager traf er Major De Bonneval wieder, der auch bei der Fremdenlegion war. Glas half De Bonneval im Lager Gusen II immer wieder, jetzt sei De Bonneval im Stab von General De Gaulle. Die Lagerpolizei sorgte in der Nacht für Ruhe im Lager, verhinderte Diebstähle und achtete darauf, dass die Lagerordnung eingehalten wurde, erklärt Loureau, der selbst nie von Glas mißhandelt wurde. Denn den Franzosen gegenüber verhielt er sich gut. Loureau berichtet von 1945. Damals gab es eine Fleckfieberepidemie im Lager und die gesamten Häftlinge von Block 13 wurden ertränkt bzw. erschlagen. Das führte eine spezielle Einheit aus, Kapos von Block 4, Glas war da nicht dabei. Was das Fass betrifft, so war es weithin im Lager bekannt, dass darin in der Nacht Häftlinge ertränkt wurden. De Bonneval kam nach einiger Zeit in Gusen I und II nach Steyr in die dortigen Steyr-Werke.
PersonenschlagwortJean Loureau, Major De Bonneval, Karl Glas, Charles De Gaulle
SchlagwortLagerpolizei, Fleckfieberepidemie, Todbadeaktion, Fremdenlegion
LevelEinzelstück