U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-42, Trial Transkript, S. 41927-41936
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-42, Trial Transkript, S. 41927-41936
SignaturDMP.000-50-5-42.41927
InhaltsbeschreibungSeite: 41927-41936, Der Zeuge der Verteidigung Josef Boesel wird befragt. Er ist Geschäftsmann aus München, 54 Jahre alt und war ab 1937 im KZ bis 1945 - Dachau, KLM, Gusen I. Nach Gusen kam er am 20. März 1943. Boesel arbeitete in Gusen I zuerst im Steinbruch, später bei den Steyr-Werken, letztlich wurde er Blockschreiber. Er wird nach Krause befragt, ist sich da aber nicht sicher. Die Angeklagten kennt er alle drei. In engem Kontakt war er mit Pirner. Folger sah er bei der Essensausgabe in Block 22. Folger gab den Häftlinge auch hie und da Extranahrung. Folger war laut Boesels Meinung ein Vorarbeiter oder Kapo, trug auch den dementsprechenden Winkel. Er beschreibt den Vorgang der Essensausgabe, dabei agierten die Russen wie Hyänen, sagt Boesel, auch in den Steyr-Werkshallen war das so. Mit Pirner war er im gleichen Block, dieser war Stubenältester. In diesem Block (Nummer 1) war Boesel Schreiber. Pirner veerteilte immer sein Abendessen weil er selbst etwas von den Unteroffizieren bekam, für die er putzte. Gegen Boesel selbst wurden nie Anschuldigungen erhoben, obwohl er schon mehrmals in Dachau war. Boesel erklärt, dass Folger in der Häftlingsküche wesentlich mehr Nahrung erhalten hatte, als er für seinen Block gebraucht hätte, es also für seine Häftlinge stahl. Mit Madlmayr hat Boesel nie gesprochen.
PersonenschlagwortJosef Boesel, Folger, Pirner, Krause, Madlmayr
SchlagwortNahrungsmittel, Reinigungskommando, Häftlingsverpflegung
LevelEinzelstück