U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-43, Erklärung von Otto Alber im Fall Franz Pavela, 15.7.1950 [eng. U. handschr. Deu.], S. 42647-42654
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-43, Erklärung von Otto Alber im Fall Franz Pavela, 15.7.1950 [eng. U. handschr. Deu.], S. 42647-42654
SignaturDMP.000-50-5-43.42647
InhaltsbeschreibungSeite: 42647-42654, Otto Alber war KZ-Häftling und kennt Pavela seit 1943. Sie waren gemeinsam in Schwechat, damals war Pavela Blockältester in Block 3. Die SS machte ihm das Leben schwer. Aufgrund der vielen Nationalitäten und unter Druck der SS musste Pavela Maßnahmen ergreifen, um die Disziplin zu wahren. Alle Kapos wollten für die Häftlinge nur das Beste. Dass Pavela einen Häftling getötet habe, hält Alber für ausgeschlossen. Bei der Evakuierung am Ostermontag 1945 per Zug gab es strickten Befehl der Lagerverwaltung, dass Häftlinge, die nicht mehr gehen konnten, erschossen werden mussten. Vor allem der Rapportführer Hans Bueher - später vom Rastatt-Militärgericht zum Tode verurteilt - pochte auf diesen Befehl. Einige Wachen, darunter auch Pavela verweigerten diesen Befehl und wurden selbst bestraft. Alle gemachten Aussagen gegen Pavela seien aus Hass und Rache geschehen. Gegen Ende 1943 wurde Alber zu den Heinkel-Flugzeugwerken versetzt, wo er Schuhe reparierte. Dort wurde er wegen eines Diebstahls, den ein anderer begangen hatte von Unterscharführer Guenter ins Gesicht geschlagen. Pavela kam und nahm ihn in Schutz. Lagerschreiber war ein gewisser Heinz, Lagerältester war Jumpe. Kapo beim Schuster-Kommando war Josef Foerster.
PersonenschlagwortHans Buehner, Guenter, Franz Pavela, Otto Alber
SchlagwortEvakuierungsmärsche, Heinkel-Werke
LevelEinzelstück