U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Schreiben von Otto Angermann für Paul Tremmel, S. 18019-18021
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Schreiben von Otto Angermann für Paul Tremmel, S. 18019-18021
SignaturDMP.000-50-5-44.18019
InhaltsbeschreibungSeite: 18019-18021, Angermann war in Wr. Neustadt als Häftling und hat im Weberlager Tremmel kennengelernt, der dort Rapportführer war. Angermann erklärt, dass er bis zu seiner Flucht im März 1945 täglich mit Tremmel zu tun hatte und nichts von Gräueltaten gesehen hat. Wenn es Mißhandlungen gab, dann durch die Blockältesten.Es sei zwar richtig, dass Tremmel die Häftlinge bestrafte, doch Gräueltaten habe er keine begangen. Einmal passierte in den Rax-Werken ein schwerer Unfall, Angermann war damals Chef des Häftlingsreviers. Auf Angermanns Bitte brachte Tremmel eine schwer verletzten Häftling ins Krankenhaus Wr. Neustadt, ebenso war es bei einem russischen Häftling mit einem Tumor. Auch er selbst wurde von Tremmel einmal ins Spital gebracht, die Akten in Wr. Neustadt würden das beweisen, dort durften allerdings nur die Häftlingsnummern und nicht Namen angegeben werden. Tremmel machte es vielen Häftlingen auch möglich, an der Weihnachtsfeier der SS im Jahr 1944 teilzunehmen. Tremmel half Angermann und seinen zwei Kameraden indirekt bei der Flucht. Wie gut Tremmel im Vergleich zu anderen SS-Männern war, könne auch der russische Sanitäter Fedor Tschkanin bezeugen und auch ein französischer Häftlingsarzt, überdies Balthasar Pointner, ein ehemaliger deutscher Häftling.
PersonenschlagwortPaul Tremmel, Otto Angermann, Fedor Tschkanin, Balthasar Pointner
SchlagwortRax-Werke, Häftlingsrevier, Krankenhaus, Feierlichkeiten
LevelEinzelstück