Das vergessene Lager. Das ehemalige Lager Gunskirchen im Fokus archäologischer Untersuchungen.
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Der Artikel setzt sich mit dem ehemaligen Lager Gunskirchen, einem Außenlager
des Konzentrationslagers Mauthausen, auseinander – ein Lager, das in der
Forschung noch wenig Beachtung gefunden hat. Das Lager bestand nur wenige
Monate und diente als Auffanglager für Häftlinge aus dem überfüllten Lagerkomplex Mauthausen/Gusen und Zwangsarbeiter:innen des Südostwallbaus, die ab April 1945 über Todesmärsche ins Lager Gunskirchen getrieben wurden. Aufgrund von Fundmeldungen starteten 2011 die ersten archäologischen Untersuchungen. Funde wurden geborgen und bauliche Strukturen dokumentiert.
Ein zweiter Survey wurde 2019 durchgeführt. Die Fundkonvolute enthalten
vor allem Gegenstände, die den Häftlingen zuzuweisen sind, wie Geschirr, Tuben/Dosen für Medizin, Cremes, Salben, Zahnbürsten, Kämme, Flaschen und
zahlreiche Textilien (Kleidungsstücke) und Lederobjekte (Schuhe). Einige der
Funde weisen Markierungen auf, wie Häftlingsnummern oder Firmen- und Produktnamen. Viele Funde weisen aufgrund der Beschriftung in den ungarischen Raum. Der Artikel gibt auch Einsicht über den aktuellen Forschungsstand.
Inventarnummer7.3.2.0082
TitelDas vergessene Lager. Das ehemalige Lager Gunskirchen im Fokus archäologischer Untersuchungen.
Verfasser
Erscheinungsjahr2024
Digitales Dokument
SchlagwortArchäologie, Konzentrationslager, Südostwall, ungarische Juden, Funde, Survey, Objekte
Geografisches SchlagwortGunskirchen / ehem. Konzentrationslager