Bombengeschäfte : Vorarlbergs Wirtschaft in der NS-Zeit
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Großinvestitionen in der NS-Zeit, wie die Illwerke-Bauten, der Bau von Straßen und die Errichtung der Südtiroler-Siedlungen in allen größeren Orten des Landes, veränderten ebenso wie die Erfordernisse der Kriegswirtschaft die wirtschaftliche Struktur Vorarlbergs grundlegend.
Die bis 1938 dominierende Textilindustrie verlor bis 1945 an Terrain zugunsten der Elektro- und metallverarbeitenden Industrie. Nicht so die Textilindustriellen: Ihnen gelang es durch Diversifikation der Produktion ihre führende Stellung in der Wirtschaft des Landes zu behaupten. Sie gründeten und erwarben metallverarbeitende Betriebe.
Durch die "Arisierung" jüdischen Eigentums kamen Vorarlberger Unternehmer in den Besitz großer Warenhäuser, Fabriken und Wohnungen in Wien.
Für die Arbeitskräfte schien sich die Situation anfänglich zu verbessern, zumal die Arbeitslosigkeit nach wenigen Monaten beseitigt war. Die zunehmende Militarisierung des Arbeitslebens, lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne zeigten aber bald ein anderes Bild vom "nationalen Sozialismus".
Inventarnummer7.3.1.0099
TitelBombengeschäfte : Vorarlbergs Wirtschaft in der NS-Zeit
Verfasser
ErscheinungsortBregenz
Erscheinungsjahr1989
Seiten376 S.
SerieStudien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs; 6
ISBN978-3-900754-06-83-900754-06-3
Digitales Dokument
SchlagwortWirtschaft und Industrie , Arisierungen, NS-Herrschaft, Arbeitsmarkt, Kriegswirtschaft, Rüstung
Geografisches SchlagwortVorarlberg
