U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-14, Eidesstattlicher Erklärung Jakob Kornhauser ad Wilhelm Kauffeld, S. 18989-18990
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-14, Eidesstattlicher Erklärung Jakob Kornhauser ad Wilhelm Kauffeld, S. 18989-18990
ReferenceDMP.000-Mauthausen-10.18989
Content descriptionSeite: 18989-18990, Jakob Kornhauser gibt in seiner eidesstattlichen Erklärung im Rahmen einer Befragung am 24. April 1947 u.a. an: Er sei im August 1944 vom KZ Plaszow als Häftling ins KLM überstellt worde, dort zwei Wochen geblieben und dann nach Steyr gekommen. Nach 10 Monaten sei er wiederum von dort nach Gusen I überstellt worden, von wo er in Folge befreit wurde. Kauffeld, so Kornhauser, habe er in Steyr getroffen, wo dieser Chef des Reviers gewesen sei. Er erinnere sich an einen Vorfall im Dezember 1944, als er zurück von der Fabrik kam und ein Häftling, Oberlander, sich mit einer schweren Grippe an Kauffeld wendete. Daraufhin habe dieser den Häftling nackt mit kaltem Wasser abgeduscht; am Folgetag, so Kornhauser, sei Oberhauser tot im Waschraum gelegen. In einem anderen Fall sei Kauffeld dabei gewesen, als ein Häftling namens Weinberg infolge eines Diebstahls aus der Baracke abgeholt wurde - auch er sei am Folgetag erhängt im Waschraum gesehen worden. Ein ähnlicher Fall sei die Erhängung von drei entflohenen Häftlingen gewesen; Kauffeld sei ebenfalls gesehen worden, als er mit anderen SS-Männern in den Waschraum ging, wo am Folgetag die Leichen der Häftlinge gesehen wurden.
Persons keyword Wilhelm Kauffeld, Jakob Kornhauser, Weinberg, Oberlander
SubjectHäftlingsaussage, Mord
LevelItem