U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-2, Trial Transkript, S. 49381-49395
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-2, Trial Transkript, S. 49381-49395
ReferenceDMP.000-50-5-2.49381
Content descriptionSeite: 49381-49395, Hans Pedack ist Zeuge der Verteidigung, 49 Jahre alt aus Braunschweig und Geschäftsmann. Er kam 1944 nach Wr. Neudorf und traf dort auf Schrader, schon zuvor hatte er ihn im Juni und Juli 1944 in Wien gesehen, wo sie beide von der Luftwaffe kommend eingezogen worden waren. Pedack doziert über seine Zeit im Lager, wo er versucht hat, andere SS-Männer zu beeinflussen, weniger brutal vorzugehen und wie erfolgreich er dabei gewesen sei. Pedack attestiert Schrader einen guten Charakter. Schrader war Scharführer bei der Luftwaffe, sagt Pedack, sie waren beide in einem Luftwaffen-Ersatzkommando in Wien. Schrader war zunächst Kommandoführer und später "Kontrolloffizier", der die Arbeitskommando überprüfte [gemeint sein könnte Rapportführer]. Pedack sagt, er habe gehört, dass der Lagerführer und der Rapportführer Lamm die Häftlinge wiederholt geschlagen haben. Ein Mann namens Brombe habe ihm erzählt, dass die Luftwaffen-Männer zu weich seien zu den Häftlingen. Pedack erzählt, dass Schrader vro ein Feldgericht gestellt worden sei, weil er Häftlinge zu gut behandelt hatte. Er sagt weiter, dass alle Luftwaffen-Soldaten ein heimliches Übereinkommen hatten, den Häftlingen Brot zu geben. Pedack war in der Buchhaltung in der Fabrik in Wr. Neudorf. Er erzählt Details zum Evakuierungsmarsch auf dem er selbst, wie er sagt, keine offiziellen Pflichten hatte, außer auf die Geldreserven zu achten. Er sah aber viele Erschossene. Schrader habe seinen Leuten von der Luftwaffe gesagt, sie dürften keinesfalls schießen. Nach Ende des Transports in Gusen habe man ihm gesagt, dass 57 Männer fehlen. Pedack wusste durch Schrader und andere von dem Schießbefehl im Zusammenhang mit dem Transport. Er hatte bei seinem Fahrzeug einige nicht marschfähige Häftlinge zusammengesammelt und als Schmutzler das sah, wurde er wütend und fragte, warum diese Männer nicht erschossen wurden. Die Luftwaffemänner halfen den Häftlingen ein wenig, Stier und Schrader ließen es zu.
Persons keywordHans Pedack, Schrader, Kurt Emil Schmutzler, Lehnert, Rudolf Lamm, Ludwig Stier
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