U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 7742-7749
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 7742-7749
ReferenceDMP.000-50-5-17.7742
Content descriptionSeite: 7742-7749, Kötzle kommt neuerlich in den Zeugenstand. Er gibt an, dass er von September 1944 bis April 1945 in Hinterbrühl war, daher kennt er Willi Übener. Dessen Aufgabe war es die Wachmannschaften zu überwachen und außerdem kontrollierte er in der Fabrik den Arbeitseinsatz. Kötzle hat beobachtet, wie Übener einmal außerhalb des Stacheldrahtes einen Häftling mit einem Stock geschlagen hat, weil er nicht schnell genug arbeitete. Kötzle wird nach dem Evakuierungsmarsch von Hinterbrühl [Mödling] nach Mauthausen befragt. Dabei hat er Übener ebenfalls beobachtet, wie er zwei Häftlinge geschlagen hatte, weil sie nicht schnell genug marschierten. Wer nicht marschieren konnte, wurde erschossen, das war unter den Häftingen bekannt. Aus Hinterbrühl kennt er auch Jakob Söns, der war Blockführer. Im November 1944 wurde ein geflohener Häftling von einem Polizisten der Heinkel-Werke erwischt. Damals hatte Söns gerade Dienst und schlug dem Häftling mit dem Pistolengriff seiner Waffe auf den Kopf. Beim Evakuierungsmarsch bekam Kötzle ebenso wie viele andere eine Uniform und eine Waffen (Karabiner) von Lagerführer Streitwieser und Rapportführer Bühner. Ein Kapo namens Theo hat Söns mit einem Messer bedroht, darüber gab es im Lager Gerüchte, sagt Kötzle.
Persons keyword Anton (Toni) Streitwieser, Bühner, Willi Übener, Jakob Söns, Otto Kötzle
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