U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-19, Trial Transkript, S. 28405-28409
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-19, Trial Transkript, S. 28405-28409
ReferenceDMP.000-50-5-19.28405
Content descriptionSeite: 28405-28409, Schulz war von Juni 1941 bis Jänner 1942 in der politischen Abteilung in Mauthausen, von 1.1.1942 bis Juni 1944 war er in der Abteilung "vital Statistics" [mglw. Überlebensstatistik - im Zusammenhang mit den Häftlingen]. Diese Abteilung war wo anders untergebracht. In der pol. Abteilung arbeiteten 10 bis 12 Häftlinge bei Schulz, dort kam er mit ihnen in Berührung. Er bezieht sich auf die Aussage des Zeugen Halaba und meint, dies sei eine Verwechslung, der Verteidiger betont, dass es einen zweiten Schulz gab, einen Obersturmführer, den auch dieser Schulz kennt. Schulz gibt zu, einen geflohenen Häftling geschlagen zu haben, der ein Mädchen vergewaltigen wollte. Überdies schlug er einen ukrainischen SS-Mann, der in der Außenbewachung eingesetzt war und Häftlingskleidung gestohlen hatte, um zu fliehen. Er wurde eingefangen und tat so, als kenne er das Lager nicht. Schulz brachte diesen Mann zu Meyerhofer, einen Assistenten von Obersturmführer Schulz. Schulz sagt, er schlug den Mann nicht wegen seiner Flucht, sondern weil er sich als SS-Mann [im Sinne von unehrenhaft] so schmutzig aufführte. Später übernahm Schulz die Aufgaben von Klerner und half, Häftlinge zu beschützen. So wie etwa einen Mann namens Breitstaetter aus Köln. Klerner und Schulz teilten sich ein Zimmer. Schulz sagt noch, die pol. Abteilung hatte einen sehr schlechten Ruf wegen der GESTAPO, die dort brutale Verhöre durchführte. Die Schreie konnte man oft bis in den gegenüber gelegenen Unteroffziersklub hören. Zur GESTAPO gehörten Schulz, Boetscher und Koppensteiner.
Persons keywordKarl Richard Schulz, Schulz, Boetscher, Koppensteiner, Klerner, Halaba, Breistaetter
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