U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Stellungnahme Max Seidl, S. 8552-8553
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Stellungnahme Max Seidl, S. 8552-8553
ReferenceDMP.000-50-5-20.8552
Content descriptionSeite: 8552-8553, Max Seidl gibt folgendes an: Er sei am 30 Oktober 1935 zur Waffen-SS eingerückt und im März 1939 in das KZ Mauthausen versetzt worden. Dort sei er bis Herbst 1941 Kommandoführer, anschließend bis Februar 1943 im Bunker tätig gewesen. Im März 1943 sei er zu einer Feldeinheit versetzt worden. Seine Aufgabe im Bunker sei die Versorgung der Insassen und ihre Vorführung zu Vernehmungen und Exekutionen gewesen. Ab Februar 1942 habe er auch die Leitung des Bunkers übergehabt. Er habe, so gibt Korsitzki an, zwischen Februar 1942 und Februar 1943 drei Mal Häftlinge zum Exekutionsplatz geführt. Das erste Mal seien es 8, beim zweiten Mal 2 und beim dritten Mal 3 oder 4 Häftlinge gewesen. In zwei Fällen seien die Häftlinge erschossen worden, beim dritten Mal jeweils einer erhängt und einer erschossen worden. Anwesend gewesen seien: Kommandant Ziereis, Bachmaier (sic!), Karl Schulz (Leiter der politischen Abteilung), Hauptsturmführer Strauss und die Obergruppenführer Kaltenbrunner und Pohl, die damals das ganze KZ Mauthausen besichtigten. Korsitzki gibt weiters an, etwa Mitte 1942 sei in der Nähe des Bunkers eine Gaskammer errichtet worden. Im Spätsommer 1942 habe er Schutzhaftlagerführer Bachmaaier (sic!) 8 jugoslawische Häftlinge übergeben. Anlässlich der Besichtigung des Lagers durch Pohl und Kaltenbrunner hätten diese gemeinsam mit dem Kommandanten und anderen SS-Führern - darunter auch Strauss - die Gaskammer und das Krematorium besucht.
Persons keywordMax Seidl, Franz Xaver Ziereis, Bachmayer, Karl Richard Schulz, Strauss, Ernst Karl Kaltenbrunner, Pohl
SubjectLagergefängnis, Versetzung, Exekution, Besuche, Vergasung, Krematorium
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