U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Eidesstattliche Erklärung Karl Fleischer, S. 8802-8803
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Eidesstattliche Erklärung Karl Fleischer, S. 8802-8803
ReferenceDMP.000-50-5-20.8802
Content descriptionSeite: 8802-8803, Der ehemalige Häftling Karl Fleischer gibt in seiner eidesstattlichen Erklärung vom 2. August 1948 folgendes an: Er sei zwischen 8.8. 1938 und 20.10. 1925 Häftling im KZ Mauthausen gewesen. Zeitraeg, von Oktober 1940 bis Ende März 1942 als 3. Schreiber mit dem Dienstgrad eines SS-Rottenführers in der Schreibstube beschäftigt, sei ihm persönlich bekannt gewesen. Im April 1942 habe Zeitrage als ständiger Kommandoführer den Hühner- und Schweinestall übernommen, wo ihm während des ganzen Jahres 3 Häftlinge unterstanden seien. Er wisse, so Fleischer, dass Zeitraeg kein anderes Kommando während dieser Zeit innehatte; solange er - Fleischer - in der Strafkompanie gewesen sei (Februar 1942 bis Oktober 1942), sei Zeitrage nie als deren Kommandoführer eingesetzt gewesen. Er habe Zeitrage auch deshalb in Erinnerung, weil das Gelände des Hühnerstalls am Weg zum Steinbruch ins Lager lag und die Häftlinge der Starfkompanie dort Rast machten. Zeitraeg, so Fleischer, habe bei diesen Gelegenheiten immer einen Häftling mit Brot herausgeschickt. Fleischer meint, die Aussage Stockinger sei unwahr; Zeitrage sei nicht fähig, Häftlinge zu erschießen und in die Postenkette zu jagen. Vielmehr sei er den Häftlingen als ruhiger und verständinsaufbringender SS-Mann bekannt gewesen.
Persons keywordAlbert Zeitraeg, Karl Fleischer, Stockinger
SubjectLagerschreibstube, Stall, Strafkommando, Steinbruch
LevelItem