U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9469-9476
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9469-9476
ReferenceDMP.000-50-5-21.9469
Content descriptionSeite: 9469-9476, George J. Andrews wird in den Zeugenstand gerufen, er ist Mitarbeiter des US-Gerichts in Dachau seit 1946. Von Dezember 1946 bis Juni 1947 war er für die Mauthausen-Fälle zuständig. Seine Untersuchungen führten ihn nach Bayern und in Österreich nach Wien, Salzburg, Linz, Bad Gastein und auch Mauthausen. Er wird nach Ybbs befragt, das er im Zusammenhang mit Mauthausen und Hartheim kennt. Es gab häufig Transporte von Mauthausen nach Ybbs, die tatsächlich nach Schloss Hartheim gingen. Dort gab es eine Gaskammer und ein Krematorium. Dort wurden Geisteskranke und auch tausende Mauthausen-Häftlinge ermordet. Der Name Ybbs wurde als Deckname verwendet, weil die Aktion geheim war. Er wird nach Stockinger befragt und er bestätigt, dass dieser ihm eine Spritze gegeben hat. Die Spritze wird dennoch nicht als Beweismittel zugelassen. Andrews erzählt dann, was er über Hartheim weiß, etwa dass im November 1944 offenbar eine Gruppe Häftlinge dorthin kommandiert wurde, um das Schloss in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Der Angeklagte Gerbig erzählte Andrews, dass er dieses Kommando von Häftlingen nach Hartheim brachte und dass sie dort noch Leichenreste fanden.
Persons keywordEmil Gerbig, Alois Stockinger, George J. Andrews
SubjectVergasung, Krematorium, Euthanasie, Injektion
LevelItem