U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Schreiben von Aldo Carpi de Resmini, S. 15946-15951
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Schreiben von Aldo Carpi de Resmini, S. 15946-15951
ReferenceDMP.000-50-5-31.15946
Content descriptionSeite: 15946-15951, Carpi de Resmini ist Professor für Malerei in Mailand und kennt Helmut Vetter aus Gusen. Er selbst hat einen Sohn in Groß Rosen verloren, habe also keinen Grund einen SS-Mann zu schützen. Er war in der Pathologie in Gusen eingesetzt und konnte Vetter beobachten. Der kam gegen zehn oder elf Uhr und blieb rund eine Stunde, nachmittags kam er selten. Einige Monate hatte Carpi de Resmini einen Platz in Vetters Privatbüro und wurde gut von ihm behandelt. Vetter hatte vor Seidler Angst, ebenso der Zahnarzt Hauptsturmführer Hoffmann. Vetter habe ihm viel von seiner Familie und seinen Kindern erzählt.Täglich kehrte er zurück zu seiner Familie, die auf einem Hügel nahe Gusen lebte. Operationen nahm er im gut ausgestatteten OP-Saal mit Dr. Toni vor. Die verwundeten abgestürzten Amerikaner behandelte Vetter entgegen den Anweisungen von Seidler. Die Zahl der Todesopfer stand fest, weil sie aus Berlin festgelegt wurde, egal ob Vetter da war oder nicht. Carpi de Resmini spricht von einem berühmten blauen Autobus [?]. Er selbst hätte ohne die Hilfe von Vetter und Giovannazzi nicht überlebt.
Persons keywordHelmut Vetter, Seidler, Hoffmann, Aldo Carpi de Resmini, Giovannazzi
SubjectPathologie, Häftlingsrevier, Privatleben
LevelItem