U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-32, Trial Transkript, S. 39845-39857
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-32, Trial Transkript, S. 39845-39857
ReferenceDMP.000-50-5-32.39845
Content descriptionSeite: 39845-39857, Erwin Rinker ist Zeuge der Verteidigung, 32 Jahre alt, Deutscher, Bauer und Zeuge Jehovas. Er war Häftling in Dachau, KLM und Gusen I (von Juni 1940 bis 5.5.45). Er sagt zu Wirth aus, den er täglich beim Baukommando sah und von dem er seine Befehle erhielt. Er schildert einen Besuch Himmlers im Lager. Ende 1941 oder anfang 1942 war HImmler angekündigt. Da wurden drei Häftlinge jedes Winkels ausgesucht - drei mit grünem Winkel, drei juden, drei mit schwarzen Winkeln und drei Jehovas. Der Besuch begann um 6 uhr abends und die Häftlinge (sie waren ausgesucht worden, weil sie gut ernährt waren) wurden von Himmler gefragt, warum sie hier seien? Die Zeugen Jehovas sagten ihm, dass sie Hitler nicht als Führer anerkennen könnten, sondern nur Gott. Daraufhin ließ Himmler nach dem Rapportführer schicken und er befahl, dass die Zeugen Jehovas in den Steinbruch müssen, ebenso geschah es laut Rinker in Mauthausen. Wirth half aber, dass in Gusen I die Jehovas in dessen Kommando bleiben konnten. Einmal wurden die Häftlinge auch bei Schwarzarbeit erwischt, doch Wirth gab gegenüber Schutzhaftlagerführer Leider [sic, wohl Seidler] an, die Arbeiten seien in seinem Auftrag erfolgt. Einmal schlug Wirth zu, als ein Häftling eine neue Tür mit einer Axt zerschlug, erinnert sich Rinker. Danach muss Rinker den Block 8 im Jahr 1944 beschreiben. Lagerführer zum Zeitpunkt des Himmler-Besuches war Chmielewski oder sein Nachfolger Redwitz.
Persons keywordWirth, Heinrich Himmler, Seidler, Carl Walter Chmielewski, Redwitz, Erwin Rinker
SubjectBesucher, Dienstbefehl
LevelItem