U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-41, Eidesstattliche Erklärung Karl Kaufmann für Hermann Sturm, S. 17031-17034
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-41, Eidesstattliche Erklärung Karl Kaufmann für Hermann Sturm, S. 17031-17034
ReferenceDMP.000-50-5-41.17031
Content descriptionSeite: 17031-17034, Kaufmann war sieben Jahre im KZ (Häftlingsnummer 1463), auch in Linz III und kennt Sturm seit er nach seiner Verwundung in den KZ-Dienst versetzt wurde. In Mauthausen war Sturm für das Bunkerkommando zuständig, alle dortigen Todesfälle seine natürliche gewesen. Sturm kam dann nach Linz I, das am 25.7.1944 bombardiert und völlig zerstört wurde. Danach kam Sturm nach Linz III, wo Kaufmann Chef des Häftlingsreviers war. Sturm habe nie einen Häftling erschossen oder schwer mißhandelt. Höchstens ein paar Stockschläge auf den Hintern. Linz III hatte rund 6000 Häftlinge, Ende August 1944 gab es dort kein Revier und Kaufmann wendete sich mit der Bitte, ein Revier zu bauen, an Sturm, der das genehmigte. Später bekam Kaufmann auch noch den Block 14 für Revierzwecke dazu, obwohl Schöpperle dagegen war, Sturm setzte das durch. Sturm sei regelmäßig ins Revier gekommen, um sich nach den Kranken zu erkundigen und gab ihnen Zigaretten und Zucker. Bei der Selektion von Gesunden und Kranken war er zwar dabei, vorgenommen hat sie aber Schöpperle, oft teilte er auch Kranke zur Arbeit ein. Stur ließ Kaufmann auch viele Decken aus den Hermann-Göring-Werken zukommen, das es im Revier zu wenige gab.Vor der Befreiung wollte Schöpperle alle Häftlinge töten lassen, doch Sturm lehnte sich dagegen auf, ebenso wie Kaufmann. Während alle anderen SS-Männer in Richtung Steyregg flüchteten, blieb Sturm da und kümmerte sich bei den Hermann-Göring-Werken um die Häftlinge, denen er auch Nahrung besorgte.
Persons keyword Hermann Sturm, Schöpperle, Karl Kaufmann
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