U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-50, Trial Transkript, S. 46331-46338
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-50, Trial Transkript, S. 46331-46338
ReferenceDMP.000-50-5-50.46331
Content descriptionSeite: 46331-46338, Henryk Glowacki ist Zeuge der Anklage, lebt momentan in Linz, ist 40 Jahre alt und Zivilingenieur. Er war von 28.5.1940 bis Mai oder Juni 1940 in Gusen I. Danach war er bis zur Befreiung in Gusen II. Er kennt beide Angeklagten. Zu Weidhofer eine Begebenheit aus Februar 1944: Weidhofer war bei der Lagerpolizei, in Block 2 wurden die Pakete ausgegeben. Dabei schlug Weidhofer einen Polen namens Wojciechoswski und trat ihn, bis er bewusstlos weggetragen werden musste. Zum Angeklagten Berg: In Gusen II im MÄrz oder April 1945 hatten die Häftlinge alle zwei Wochen einen freien Sonntag. In der Nähe von Block 9 stand Berg beim Zaun und im Block 9 waren ungarische Juden, von denen zwei aus dem Block kamen und von Berg unvermittelt beschossen wurden - beide starben, weil sie keine Hilfe bekamen. Berg trug eine Luftwaffenuniform, vom Rang her irgendein Unteroffizier. Kurz vor der Befreiung trug er dann SS-Uniform. Weidhofer trug einen zivilen Mantel mit einigen Streifenteilen darin eingenäht. Weidhofer bekam für seinen Mord an Wojciechowski drei oder vier Packungen Zigaretten als Belohnung, sagt Glowacki. Man nannte Weidhofer den Zigeuner und er spielte die Gitarre. Weidhofer sei in den letzten Kriegstagen zum Volkssturm überstellt worden oder zur Wache des Lagers. Berg sah er nur außerhalb des Lagers in St. Georgen. Die Gitarre spielte Weidhofer einmal in Block 17 einen Abend lang. Er ging auch von Block zu Block und spielte.
Persons keywordAdolf Berg, Henryk Glowacki, Weidhofer, Wojciechoswski
SubjectPoststelle, Lagerpolizei, Uniform, Belohnung, Luftwaffe, Versetzung
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